Deutscher Kinderschutzbund Frankfurt e.V.

Babylotse Frankfurt und Rhein-Main

Lotsinnen und Lotsen ins System der Frühen Hilfen

Auf Geburtsstationen steht die medizinische Versorgung im Vordergrund. Gleichzeitig bringt die Geburt eines neuen Kindes immer neue Fragen mit. Babylotse Frankfurt bietet allen Familien, die ein Kind in Frankfurt zur Welt bringen, Informationen und Kontakte für einen guten Start mit dem Kind. Mit einem systematischen Erkennen durch die Geburtsklinik und Gesprächen zur Klärung der Bedarfslage auf der Geburtsstation lotsen die Babylotsinnen und -lotsen in die Angebote der Frühen Hilfen.

Das bundesweite Projekt Babylotse (entwickelt von der Hamburger Stiftung SeeYou) schließt damit frühestmöglich im Leben eines Kindes die Lücke zwischen jungen Familien und den für sie geeigneten Beratungs- und Unterstützungsangeboten. Das Angebot ist niedrigschwellig und stigmatisierungsfrei - für einen guten Start der Eltern in den neuen Lebensabschnitt.

Wirkung

Die Wirkung von Babylotse ist vielfältig: Durch die Anwesenheit auf der Geburtsstation werden alle Familien (in Frankfurt jährlich 13.000) angesprochen, Probleme werden früh erkannt und Biografien von Kindern langfristig positiv beeinflusst. Eltern mit Unterstützungsbedarf werden frühzeitig erreicht. Zugleich erhält die Kommune eine datenschutzrechtlich sichere, anonymisierte Übersicht über die tatsächlichen Bedarfe der Eltern und die Passgenauigkeit der Hilfsangebote in den Stadtteilen.

Gemeinsame Ziele

aqtivator fördert gemeinsam mit der Frankfurter Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Crespo-Foundation und der Stadt Frankfurt die flächendeckende Implementierung des Babylotse-Programms durch den Deutschen Kinderschutzbund an allen Frankfurter Geburtskliniken. Unter der Überschrift "Babylotse Rhein-Main" entsteht in Frankfurt zugleich ein Kompetenzzentrum, das die Skalierung des Programms in die Region begleitet und die Vernetzung der lokalen Akteurinnen und Akteure ermöglicht.